Schmetterlinge Österreichs
Österreich ist ein Alpenland mit einer außergewöhnlich reichen Bergschmetterlingsfauna: mehr als 200 Arten, darunter einzigartige Hochgebirgsarten und Endemiten.

Schmetterlinge Österreichs: Überblick
Österreich ist überwiegend ein Gebirgsland: mehr als 60 % der Landesfläche sind Alpen. Das bedingt eine außergewöhnliche Reichhaltigkeit der Hochgebirgs-Entomofauna. Mehr als 200 Tagfalterarten sind nachgewiesen — einer der höchsten Werte pro Flächeneinheit in Europa.
Gebirgsbiotope
Hochalpine Wiesen (subalpine und alpine Stufe)
Oberhalb von 1.500–2.000 m — eine Zone spezialisierter Gebirgsarten:
- Samtfalter der Gattung Erebia — die artenreichste Gebirgsgattung Europas. Mehr als 15 Arten leben in den österreichischen Alpen. Ihre dunkle Färbung tarnt sie vor Felsen und dunklem Gestein
- Apollofalter (Parnassius apollo) — an Kalkhängen mit Mauerpfeffer; streng geschützt
- Gebirgs-Gelblinge (Colias phicomone) — subalpine Wiesen
- Mehrere Arten Perlmutterfalter der Gebirge
Vorgebirge und voralpine Zone
Auf 500–1.500 m — eine Übergangszone mit der größten Artenvielfalt. Wiesen, Mischwälder, warme Hänge:
- Segelfalter (Iphiclides podalirius) — in der Nähe von Marillengärten in der Steiermark und Niederösterreich
- Mehrere Bläuling-Arten — an blühenden Hängen
- Perlmutterfalter — Wiesenbiotope
Pannonisches Tiefland (Burgenland)
Der Osten Österreichs grenzt an Ungarn und liegt in der pannonischen biogeografischen Zone. Hier kommen für das gebirgige Österreich untypische Steppenarten vor: mehrere Bläulinge, Dickkopffalter.
Beobachtungssaison
- April–Mai — Täler und voralpine Zone
- Juni–Juli — subalpine Stufe in voller Blüte
- August — alpine Stufe, Apollofalter im Höhepunkt der Saison
- September — letzte Gebirgsarten, in den Tälern noch aktiv
Beste Beobachtungsorte
Nationalpark Hohe Tauern — Hauptfundort für Apollofalter. Tiroler Alpen — Vielfalt an Perlmutterfaltern. Karstplateaus Kärntens — Perlmutterfalter und Bläulinge.


