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Nach Flügelfarbe

~1 Min.

Schmetterlingsbestimmung nach Flügelfarbe: eine Art anhand der Hauptfärbung finden — von weißen Weißlingen bis zu blauen Bläulingen und gemusterten Edelfaltern.

Nach Flügelfarbe

Wie man die Farbe zur Bestimmung nutzt

Die Flügelfarbe ist eine der schnellsten Methoden, um die Suche bei der Bestimmung eines Schmetterlings einzugrenzen. Finden Sie unten die passende Farbgruppe und vergleichen Sie die Beschreibung mit dem, was Sie sehen.

Wichtige Vorbehalte, bevor Sie beginnen:

  • Ober- und Unterseite der Flügel unterscheiden sich oft. Die Oberseite ist im Flug sichtbar, die Unterseite, wenn der Schmetterling mit zusammengefalteten Flügeln sitzt.
  • Bei vielen Arten sind Männchen und Weibchen unterschiedlich gefärbt (besonders bei Bläulingen). Unten werden, sofern nicht anders angegeben, Männchen beschrieben.
  • Die Farbe kann je nach Licht, Abnutzung und geografischer Population leicht variieren.
  • Eine Farbe allein garantiert keine Bestimmung. Nutzen Sie zusätzlich Flügelform und Größe.

Weiß und cremefarben

Schmetterlinge mit überwiegend weißen Flügeloberseiten gehören fast immer zu den Weißlingen (Pieridae).

Großer Kohlweißling (Pieris brassicae) — ein großer Weißling. Schwarze Apikalflecken auf den Vorderflügeln. Das Weibchen hat zwei zusätzliche schwarze Flecken in der Flügelmitte. Sehr häufig, wo Kohl und andere Kreuzblütler wachsen.

Kleiner Kohlweißling (Pieris rapae) — ähnlich dem Großen Kohlweißling, aber deutlich kleiner. Der Apikalfleck ist blasser; die Flecken des Weibchens sind kleiner.

Baumweißling (Aporia crataegi) — weiß mit deutlich sichtbaren dunklen Flügeladern. Oft in großen Gruppen in Gärten und an Waldrändern zu sehen. Die Raupe frisst Weißdorn und andere Rosengewächse.

Senfweißling (Leptidea sinapis) — ein kleiner, zarter Weißling mit einem abgerundeten dunklen Fleck an der Vorderflügelspitze. Fliegt auf Wiesen und an Waldrändern.


Gelb und zitronengelb

Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) — das Männchen ist leuchtend zitronengelb; das Weibchen blassgrünlich, fast weiß. Eckige Flügelfortsätze imitieren ein Blatt. Langlebig — bis zu 12 Monate. Einer der ersten Frühlingsschmetterlinge.

Goldene Acht (Colias hyale) und Hochmoor-Gelbling (C. palaeno) — gelb mit dunklem Rand. Gelblinge sind schwer auseinanderzuhalten — achten Sie auf die Breite des dunklen Randes und das Muster auf der Unterseite.

Aurorafalter (Anthocharis cardamines) — ein weißer Schmetterling; das Männchen hat eine leuchtend orange Vorderflügelspitze. Das Weibchen ist ganz weiß. Eine Frühlingsart, fliegt von April bis Mai.


Orange und rostrot

Orange Färbung ist typisch für viele Edelfalter.

Kleiner Fuchs (Aglais urticae) — kräftig orange mit schwarzen Flecken und blauem Randband auf den Hinterflügeln. Die Unterseite ist dunkelgrau, getarnt. Die Raupe lebt auf Brennnessel.

Distelfalter (Vanessa cardui) — orangebraun mit weißen Flecken an den Vorderflügelspitzen und schwarz-orangem Muster. Die Hinterflügelunterseite hat ein feines Mosaikmuster. Der am weitesten verbreitete Schmetterling der Welt.

Perlmuttfalter (Gattungen Argynnis, Fabriciana und andere) — leuchtend orange mit charakteristischem schwarzem Punktmuster. Die Hinterflügelunterseite hat metallisch silbrige Flecken („Perlen"). Sie fliegen auf Wiesen und Lichtungen.


Rot mit schwarzen Flecken

Admiral (Vanessa atalanta) — dunkelbraun oder fast schwarz mit einem scharlachroten Querband auf den Vorderflügeln und scharlachrotem Saum auf den Hinterflügeln. Weiße Flecken an der dunklen Vorderflügelspitze. Eine der auffälligsten Arten.


Braun und ockerfarben

Brauntöne sind die „Arbeitsfarbe" der Augenfalter und vieler Edelfalter.

Wiesenvögelchen und Mohrenfalter — bei den meisten Arten ist die Grundfarbe braun oder gelbbraun mit charakteristischen „Augenflecken" auf den Flügeln. Die Flecken schrecken Vögel ab. Mehr dazu bei den Augenfaltern.

Trauermantel (Nymphalis antiopa) — dunkel kastanienbraun, fast schwarz, mit cremegelbem Saum und blauen Flecken. Einer der größten Tagfalter Russlands; langlebig.


Blau und violett

Blaue Farbe bei Bläulingen kommt nur bei Männchen vor. Weibchen derselben Art sind meist braun.

Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) — eine der am weitesten verbreiteten Arten. Das Männchen ist leuchtend blau mit weißem Fransensaum. Die Unterseite ist graubeige mit schwarzen Punkten in weißen Ringen und orangen Flecken.

Argus-Bläuling (Plebejus argus) — blau mit ausgeprägteren dunklen Rändern. Ein oranger Saum auf den Hinterflügeln bei beiden Geschlechtern.


Gemustert und mehrfarbig

Tagpfauenauge (Aglais io) — dunkelrot mit vier großen „Augen": blau, gelb und schwarz. Die Unterseite ist fast schwarz — wenn der Schmetterling die Flügel faltet, wird er auf Baumrinde fast unsichtbar.

Scheckenfalter (Melitaea) — orangebraun mit schachbrettartigem Muster dunkler Flecken. Mehrere ähnliche Arten, hauptsächlich anhand der Hinterflügelunterseite unterscheidbar.


Wenn die Farbe allein nicht ausreicht

Die Farbe ist das erste, nicht das einzige Merkmal. Versuchen Sie auch:

Häufig gestellte Fragen