Südlicher Osterluzeifalter
Der Südliche Osterluzeifalter ist ein Frühlingsschmetterling Südrusslands mit cremefarbenen Flügeln und roten Flecken — einer der ersten Ritterfalter, die jedes Jahr fliegen.

Wichtigste Fakten
- Lateinischer Name
- Zerynthia polyxena
- Familie
- Papilionidae
- Flügelspannweite
- 40-50 mm
- Flugzeit
- März — Mai
- Futterpflanzen
- Osterluzei, Gewundene Osterluzei
- Schutzstatus
- NTGering gefährdet (Near Threatened)
Aussehen
Der Südliche Osterluzeifalter (Zerynthia polyxena) ist ein kleiner Ritterfalter mit einer Flügelspannweite von 40–50 mm. Die Flügel sind cremeweiß mit einem kontrastreichen Muster aus schwarzen, gelben und roten Flecken und Bändern. Rote Flecken sind bei beiden Geschlechtern charakteristisch — im Muster ähnelt der Südliche Osterluzeifalter einem verzierten Teppich.
Den Flügeln fehlen „Schwänze", was für viele Ritterfalter untypisch ist. Der Hinterflügelrand ist wellig.
Verbreitungsgebiet und Lebensraum
Der Südliche Osterluzeifalter ist eine südliche Art. Sein Verbreitungsgebiet umfasst Süd- und Osteuropa, Kleinasien und den Kaukasus. In Russland kommt er im Nordkaukasus, in der Oblast Rostow und auf der Krim vor.
Er lebt an warmen Hängen, in Flussauen und an Waldrändern mit Osterluzeibeständen. Er ist eng an Orte gebunden, wo Osterluzei wächst.
Lebenszyklus
Eine Generation pro Jahr. Flugzeit von März bis Mai.
Die Eier werden in kleinen Gruppen auf Osterluzeiblättern abgelegt. Die Raupe ist gelblich mit Reihen roter und schwarzer Höcker. Die Puppe ist bräunlich, in einem Kokon aus Blättern. Die Puppe überwintert.
Chemische Verteidigung
Osterluzei enthält Aristolochiasäuren — giftige Alkaloide. Die Raupe des Südlichen Osterluzeifalters sammelt diese Substanzen an und wird für Vögel ungenießbar. Die leuchtende Farbe der Raupe warnt Fressfeinde (Aposematismus). Mehr dazu — im Artikel Aposematismus.


