Kleines Wiesenvögelchen
Das Kleine Wiesenvögelchen ist ein kleiner rötlich-brauner Schmetterling offener Wiesen. Es ist einer der häufigsten Augenfalter und kommt fast überall vor.

Wichtigste Fakten
- Lateinischer Name
- Coenonympha pamphilus
- Familie
- Nymphalidae
- Flügelspannweite
- 26-36 mm
- Flugzeit
- April — Oktober
- Futterpflanzen
- Wiesenrispengras, Rotschwingel, Rasenschmiele, Kammschmiele
- Schutzstatus
- LCNicht gefährdet (Least Concern)
Aussehen
Das Kleine Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus) ist ein kleiner Augenfalter mit einer Flügelspannweite von 26–36 mm. Die Oberseite ist rötlich-orange mit graubraunen Rändern; nahe der Vorderflügelspitze — ein kleiner Augenfleck. Weibchen sind etwas blasser als Männchen.
Die Hinterflügelunterseite ist graubraun mit schwachem hellem Muster und manchmal einer schwachen Reihe von Augenflecken. In Ruhe hält der Schmetterling die Flügel senkrecht und verbirgt die Oberseite.
Verbreitungsgebiet und Lebensraum
Einer der am weitesten verbreiteten Augenfalter. Er kommt von Westeuropa bis zum Fernen Osten vor. In Russland ist er überall häufig.
Er lebt auf verschiedenen offenen Wiesen, Weiden, Wegrändern und Rasenflächen. Er ist bezüglich der Vegetation nicht anspruchsvoll — die Hauptvoraussetzung ist das Vorhandensein von Gräsern.
Lebenszyklus
Zwei bis drei Generationen pro Jahr. Die ersten Falter erscheinen im April–Mai. Die letzten fliegen im September–Oktober.
Die Eier werden einzeln auf Grasblättern abgelegt. Die Raupe ist grün. Sie überwintert in einem frühen Larvenstadium. Die Entwicklung verläuft im Allgemeinen schneller als bei größeren Arten.
Der häufige Wiesenschmetterling
Das Kleine Wiesenvögelchen ist ein Indikator für den Zustand des Wiesenökosystems: Seine Häufigkeit spiegelt Artenreichtum und Qualität der Grasgemeinschaften wider. Trotz seiner weiten Verbreitung verringern intensive Mahd und Herbizide seine Bestände auf landwirtschaftlichen Flächen.


