Weißbindiger Mohrenfalter
Der Weißbindige Mohrenfalter ist ein dunkelbrauner Schmetterling der Waldränder mit charakteristischen Augenflecken. Ein typischer Vertreter der Gattung *Erebia*.

Wichtigste Fakten
- Lateinischer Name
- Erebia ligea
- Familie
- Nymphalidae
- Flügelspannweite
- 38-52 mm
- Flugzeit
- Juli — August
- Futterpflanzen
- Pfeifengras, Rispengras, Schwingel, Zittergras
- Schutzstatus
- LCNicht gefährdet (Least Concern)
Aussehen
Der Weißbindige Mohrenfalter (Erebia ligea) ist ein mittelgroßer Schmetterling mit einer Flügelspannweite von 38–52 mm. Die Oberseite ist dunkelbraun (fast schwarz) mit einem breiten rostroten Band auf beiden Flügeln. Auf dem Band befinden sich schwarze Augenflecken mit weißen „Pupillen": drei oder vier auf dem Vorderflügel und drei auf dem Hinterflügel.
Die Hinterflügelunterseite ist mosaikartig braun und weißlich — gute Tarnung auf Rinde oder Laubstreu.
Verbreitungsgebiet und Lebensraum
Eine der am weitesten verbreiteten Erebia-Arten. Von Westeuropa bis Japan. In Russlands Taigazone häufig.
Er lebt an Waldrändern, Lichtungen, lichten Taigaöffnungen und Bachufern. Ein typischer Schmetterling des Borealwaldes.
Lebenszyklus
Eine Generation pro Jahr. Flugzeit Juli bis August.
Eier auf Grasblättern. Die Raupe ist grünbraun und ernährt sich von Gräsern. Die Entwicklung dauert zwei Jahre: Die Raupe überwintert zweimal und verpuppt sich erst im zweiten Jahr — ungewöhnlich für Tagfalter der gemäßigten Zone.
Zweijährige Entwicklung
Der zweijährige Raupenzyklus ist eine Anpassung an das raue Taigaklima, in dem die warme Jahreszeit zu kurz ist, um die Entwicklung in einem Jahr abzuschließen. Deshalb fliegen manche Populationen nur in geraden oder ungeraden Jahren.


