Waldportier
Der Waldportier ist ein großer dunkler Augenfalter mit bläulichen Augenflecken, der in Auwäldern und Schilfbeständen in ganz Eurasien lebt.

Wichtigste Fakten
- Lateinischer Name
- Minois dryas
- Familie
- Nymphalidae
- Flügelspannweite
- 50-62 mm
- Flugzeit
- Juli — September
- Futterpflanzen
- Schilfrohr, Rohrglanzgras, Wiesenrispengras, Zittergras
- Schutzstatus
- LCNicht gefährdet (Least Concern)
Aussehen
Der Waldportier (Minois dryas) ist ein großer Augenfalter mit einer Flügelspannweite von 50–62 mm. Die Flügeloberseite ist dunkelbraun, fast schwarz. Auf dem Vorderflügel — zwei große Augenflecken mit leuchtend blauer „Pupille" und schwarzem Ring. Auf dem Hinterflügel — ein kleinerer Fleck.
Die Hinterflügelunterseite ist grau mit marmoriertem Muster — Tarnung, die Rinde ähnelt.
Verbreitungsgebiet und Lebensraum
Verbreitet von Mitteleuropa bis Japan. In Russland kommt er im europäischen Teil, in Sibirien und im Fernen Osten vor.
Er lebt in Flussauen mit Schilf und hohen Kräutern, an Waldrändern nahe Bächen. Anders als die meisten Augenfalter kommt er nicht in trockenen offenen Lebensräumen vor.
Lebenszyklus
Eine Generation pro Jahr. Flugzeit von Juli bis September.
Die Eier werden im Flug über Stellen verstreut, wo Gräser wachsen. Die Raupe überwintert in der Laubstreu und frisst nachts Gräser. Die Puppe befindet sich am Boden.
Dämmerungsaktivität
Der Waldportier zeigt ein für Tagfalter ungewöhnliches Verhalten: Weibchen sind in der Dämmerung und sogar nachts aktiv. Männchen patrouillieren ihr Revier am Abend. Das hängt wahrscheinlich mit den heißen Sommerbedingungen zusammen — die Falter meiden die Tageshitze.
Der Name bezieht sich auf die Dryaden — Baumnymphen der griechischen Mythologie.


