Herkules-Grauling
Der Herkules-Grauling ist ein großer Berg-Augenfalter. Er ist mit der Rostbinde verwandt, aber größer und lebt in felsigeren, gebirgigeren Landschaften.

Wichtigste Fakten
- Lateinischer Name
- Hipparchia hermione
- Familie
- Nymphalidae
- Flügelspannweite
- 52-65 mm
- Flugzeit
- Juli — August
- Futterpflanzen
- Schafschwingel, Gerstengras, Rispengras
- Schutzstatus
- LCNicht gefährdet (Least Concern)
Aussehen
Der Herkules-Grauling (Hipparchia hermione) ist der größte Hipparchia-Falter Russlands mit einer Flügelspannweite von 52–65 mm. Die Flügeloberseite ist dunkelbraun mit einem blassen ockerfarbenen Band und zwei Augenflecken auf dem Vorderflügel.
Die Hinterflügelunterseite ist graubraun, marmoriert — hervorragende Tarnung auf Kalkstein. Der Schmetterling sitzt fast immer mit geschlossenen Flügeln.
Verbreitungsgebiet und Lebensraum
Eine Berg- und Vorgebirgsart. Verbreitet in Südeuropa, Kleinasien und im Kaukasus. In Russland kommt er im Nordkaukasus und in den Bergen der Krim vor.
Er lebt an steilen felsigen Hängen mit Kalksteinaufschlüssen und spärlichem Gras. Er erreicht bis zu 2.000 m über dem Meeresspiegel.
Lebenszyklus
Eine Generation pro Jahr. Flugzeit im Juli–August.
Eier auf Gräsern. Die Raupe überwintert. Der Lebenszyklus ähnelt dem der Rostbinde: nachts aktive Raupen, Puppe im Boden.
Verhalten
Wie die Rostbinde tarnt sich auch der Herkules-Grauling aktiv auf Felsen: Er landet auf Stein, neigt sich zur Sonne und verbirgt den Vorderflügel hinter dem Hinterflügel. Männchen patrouillieren felsige Gipfel und Simse und bilden „Balzplätze" auf sonnenbeschienenen Klippen.
Die Art ist nach Herkules benannt — wegen ihrer Größe unter den Hipparchia-Augenfaltern.


