Waldbrettspiel
Das Waldbrettspiel ist ein gescheckter orangebrauner Schmetterling schattiger Wälder, der Halbschatten und feuchte Waldwege in weiten Teilen Europas bevorzugt.

Wichtigste Fakten
- Lateinischer Name
- Pararge aegeria
- Familie
- Nymphalidae
- Flügelspannweite
- 36-48 mm
- Flugzeit
- März — Oktober
- Futterpflanzen
- Wald-Rispengras, Quecke, Wald-Zwenke, Knäuelgras
- Schutzstatus
- LCNicht gefährdet (Least Concern)
Aussehen
Das Waldbrettspiel (Pararge aegeria) ist ein mittelgroßer Schmetterling mit einer Flügelspannweite von 36–48 mm. Die Oberseite zeigt ein Mosaik aus orangegelben und dunkelbraunen Flecken. Ein Augenfleck auf dem Vorderflügel; drei oder vier kleinere auf dem Hinterflügel.
Die Hinterflügelunterseite ist fein marmoriert grau-braun — ideale Rindentarnung.
Verbreitungsgebiet und Lebensraum
Weit verbreitet von Westeuropa bis Westsibirien. In Russland kommt es im europäischen Teil vor.
Streng an den Wald gebunden: schattige Wege, Ränder, Lichtungen, Parks. Anders als viele Augenfalter meidet es vollständig offene Lebensräume.
Lebenszyklus
2–3 Generationen pro Jahr. Die ersten Falter erscheinen im März–April. Der Flug setzt sich bis in den Oktober fort.
Eier auf Blättern von Waldgräsern. Die Raupe ist grün und frisst nachts Gräser. Raupe oder Puppe überwintert.
Territorialverhalten
Männliche Waldbrettspiele gehören zu den territorialsten Tagfaltern. Sie besetzen Sonnenflecken auf Wegen und greifen alle Eindringlinge an, einschließlich anderer Schmetterlingsarten und Insekten. Begegnungen enden in spiralförmigen Verfolgungsjagden; der Sieger kehrt an seinen Platz zurück. Diese Interaktionen sind klassische Studienobjekte der Verhaltensökologie.


