Zwerg-Bläuling
Der Zwerg-Bläuling ist der kleinste Bläuling Europas, mit unauffälligen grauen Flügeln bei beiden Geschlechtern; er lebt auf kargen trockenen Wiesen mit Wicke.

Wichtigste Fakten
- Lateinischer Name
- Cupido minimus
- Familie
- Lycaenidae
- Flügelspannweite
- 18-26 mm
- Flugzeit
- Mai — August
- Futterpflanzen
- Wundklee, Mäusewicke
- Schutzstatus
- LCNicht gefährdet (Least Concern)
Aussehen
Der Zwerg-Bläuling (Cupido minimus) ist der kleinste Tagfalter Europas mit einer Flügelspannweite von 18–26 mm. Die Oberseite ist bei beiden Geschlechtern dunkelbraun, fast schwarz; Männchen haben einen kaum sichtbaren bläulichen Schimmer an der Basis. Das für andere Bläulinge typische leuchtende Blau fehlt.
Die Unterseite ist blassgrau mit Reihen kleiner schwarzer Flecken in weißen Ringen. Das Muster ist das klassische „Bläulings"-Muster, aber sehr fein und scharf.
Verbreitungsgebiet und Lebensraum
Von Westeuropa bis Westsibirien. In Russland im europäischen Teil und in Sibirien.
Er lebt auf kargen trockenen Wiesen, Kalk- und Kreidehängen sowie an Waldrändern. Die Wirtspflanze der Raupe — Wundklee — wächst unter solchen Bedingungen.
Lebenszyklus
Je nach Region 1–2 Generationen pro Jahr. Flugzeit Mai bis August.
Eier an Blüten und Knospen des Wundklees. Die Raupe ist grün, sehr klein. Die Puppe überwintert.
Wie andere Bläulinge steht der Zwerg-Bläuling in Verbindung mit Ameisen: Die Raupen werden von Lasius-Kolonien im Austausch für Honigtau bewacht.
Klein, aber auffällig
Trotz seiner bescheidenen Größe ist der Zwerg-Bläuling im Flug leicht zu entdecken — schnell, flatternd. Männchen patrouillieren aktiv ihr Revier und verfolgen sogar größere Rivalen. Der Name minimus („der Kleinste") bezieht sich auf die Größe, nicht auf scheues Verhalten.


