Eichen-Zipfelfalter
Der Eichen-Zipfelfalter ist ein kleiner Bläuling mit smaragdgrüner Unterseite, der in Eichenwäldern in ganz Europa lebt und meist hoch im Kronendach aktiv ist.

Wichtigste Fakten
- Lateinischer Name
- Favonius quercus
- Familie
- Lycaenidae
- Flügelspannweite
- 26-35 mm
- Flugzeit
- Juli — August
- Futterpflanzen
- Stieleiche, Traubeneiche
- Schutzstatus
- LCNicht gefährdet (Least Concern)
Aussehen
Der Eichen-Zipfelfalter (Favonius quercus) ist ein kleiner Schmetterling mit einer Flügelspannweite von 26–35 mm. Bei Männchen ist die Oberseite dunkelbraun mit leuchtend purpurblauem Schimmer; Weibchen fehlt der metallische Glanz.
Die Unterseite ist das entscheidende Bestimmungsmerkmal: einheitlich graugrün mit einem feinen weißen Querband, das einen Schatten auf einem Blatt imitiert. Am unteren Ende des Vorderflügels befindet sich ein oranger Fleck mit einem dünnen weißen „Schwänzchen" — ein Kennzeichen der Gattung.
Verbreitungsgebiet und Lebensraum
Kommt in Europa und Kleinasien vor. In Russland im europäischen Teil, wo Eichen wachsen.
Streng an Eichenwälder und Mischwald mit Eiche gebunden. Die Falter leben im Kronendach und steigen selten unter 5–6 m herab, was die Beobachtung erschwert.
Lebenszyklus
Eine Generation pro Jahr. Flugzeit Juli–August.
Die Eier werden an der Rinde junger Eichentriebe an der Basis von Knospen abgelegt. Das Ei überwintert. Die Raupe schlüpft im Frühjahr und frisst sich öffnende Knospen und junge Eichenblätter. Die Raupe ist unauffällig, braun, gut versteckt. Sie verpuppt sich in Rindenspalten.
Bindung an die Eiche
Der Eichen-Zipfelfalter ist einer der wenigen Bläulinge, die vollständig von einer einzigen Baumgattung abhängen. Die Eiche ist Wirtspflanze für die Raupen und Aufenthaltsort für erwachsene Falter bei Ruhe und Balz. Der Verlust von Eichenwald wirkt sich direkt auf diese Art aus.
Wie bei anderen Bläulingen werden die Raupen von Ameisen betreut, die sie im Austausch für süße Sekrete bewachen.


