Kleiner Schillerfalter
Der Kleine Schillerfalter ist ein naher Verwandter des Großen Schillerfalters. Er ist kleiner, mit wärmerem rötlichem Ton und einem größeren orangen «Augenfleck» auf den Hinterflügeln.

Wichtigste Fakten
- Lateinischer Name
- Apatura ilia
- Familie
- Nymphalidae
- Flügelspannweite
- 56-78 mm
- Flugzeit
- Juni — August
- Futterpflanzen
- Espe, Silberweide, Silberpappel
- Schutzstatus
- LCNicht gefährdet (Least Concern)
Aussehen
Der Kleine Schillerfalter (Apatura ilia) ist ein großer Schmetterling mit einer Flügelspannweite von 56–78 mm. Die Flügeloberseite ist dunkelbraun mit rötlichem Schimmer und weißen Flecken. Männchen haben bei schrägem Licht einen violettblauen metallischen Schimmer — wie beim Großen Schillerfalter, aber etwas weniger intensiv.
Das wichtigste äußere Merkmal — ein großer oranger „Augenfleck" auf den Hinterflügeln, von oben deutlich sichtbar. Beim Großen Schillerfalter ist dieser „Augenfleck" kleiner.
Die Flügelunterseite ist rötlichorange mit weißen Flecken.
Verbreitungsgebiet und Lebensraum
Kommt in Europa und Asien vor. In Russland im europäischen Teil und im Süden Westsibiriens.
Er lebt in Auwäldern mit Pappeln und Weiden, entlang von Flüssen und Bächen. Oft zusammen mit dem Großen Schillerfalter, bevorzugt aber feuchtere und schattigere Standorte.
Lebenszyklus
Ein bis zwei Generationen pro Jahr (im Süden). Flugzeit von Juni bis August.
Die Eier werden auf Pappel- oder Espenblättern abgelegt. Die Raupe ist grün mit Hörnern am Kopf, ähnlich der des Großen Schillerfalters. Die Raupe überwintert. Die Puppe ist grün und hängt.
Pfützensaugen
Der Kleine Schillerfalter landet, ebenso wie der Große Schillerfalter, gerne auf feuchtem Boden, Tierkot und Aas, um Mineralsalze aufzunehmen. Dieses Verhalten (Pfützensaugen) ist typisch für Männchen. Mehr dazu — im Artikel Pfützensaugen.


