Großer Schillerfalter
Der Große Schillerfalter ist einer der schönsten Schmetterlinge Europas. Die Flügel des Männchens schimmern bei bestimmtem Licht violettblau.

Wichtigste Fakten
- Lateinischer Name
- Apatura iris
- Familie
- Nymphalidae
- Flügelspannweite
- 58-84 mm
- Flugzeit
- Juni — August
- Futterpflanzen
- Salweide, Grauweide, Lorbeerweide
- Schutzstatus
- LCNicht gefährdet (Least Concern)
Aussehen
Der Große Schillerfalter (Apatura iris) ist ein großer Schmetterling mit einer Flügelspannweite von 58–84 mm. Beim Männchen ist die Flügeloberseite dunkelbraun mit weißen Flecken und Bändern; bei richtigem Licht zeigen die Flügel einen leuchtenden violettblauen metallischen Schimmer. Das Weibchen ähnelt ihm, ist aber größer und ohne den violetten Schimmer.
Auf der Hinterflügelunterseite befindet sich ein großer oranger „Augenfleck" mit schwarzem Punkt. Die Unterseite ist rötlich mit weißen Flecken und leichtem lila Schimmer.
Verbreitungsgebiet und Lebensraum
Kommt in der Waldzone Europas und Asiens bis Japan vor. In Russland — im europäischen Teil und in Sibirien.
Er lebt in Misch- und Laubwäldern mit Weide. Ein hohes Kronendach ist essenziell — Männchen halten sich auf Baumwipfeln auf.
Lebenszyklus
Eine Generation pro Jahr. Flugzeit von Juni bis August. Die Raupe überwintert an Weidenzweigen.
Die Eier werden einzeln auf der Oberseite von Weidenblättern abgelegt. Die Raupe ist leuchtend grün mit zwei Hörnern am Kopf — sehr dekorativ. Sie frisst Weidenblätter. Die Puppe ist grün, eckig und hängt an einem Ast.
Irisieren
Der blaue Schimmer des Männchens ist ein Beispiel für strukturelle Farbe: Die Farbe entsteht durch Lichtinterferenz in geordneten Chitin-Nanostrukturen, nicht durch Pigmente. Ein ähnlicher Effekt tritt bei Morphofalter-Flügeln, der madagassischen Prachttaube und vielen anderen Tieren auf.


