Pheromone
Schmetterlingspheromone sind chemische Signale zur Partneranlockung, Reviermarkierung und Kommunikation. Männchen und Weibchen geben unterschiedliche Pheromone ab.

Was sind Pheromone
Pheromone (vom griechischen pherein — tragen, horman — erregen) sind chemische Substanzen, die ein Tier an die Umgebung abgibt und die das Verhalten von Artgenossen beeinflussen. Bei Schmetterlingen sind Pheromone das wichtigste Mittel zur Partnersuche.
Weibliche Pheromone
Weibchen der meisten Arten geben Sexuallockstoffe ab — flüchtige Substanzen, die Männchen aus großer Entfernung anlocken. Die Pheromone werden von speziellen Drüsen an der Hinterleibsspitze produziert. Das Weibchen „ruft" Männchen, indem es den Hinterleib anhebt und eine Pheromonwolke in den Wind abgibt.
Dieser Mechanismus wird zur Bekämpfung von Schädlingsmotten genutzt: Pheromonfallen locken Männchen an und verhindern die Paarung.
Männliche Pheromone
Viele Tagfalter produzieren ebenfalls Pheromone — über Androkonien (spezialisierte Schuppen an Flügeln oder Beinen). Androkonien geben Substanzen ab, die das Weibchen bei engem Kontakt zur Paarung anregen.
Beispiel: Das Männchen des Monarchfalters (Danaus plexippus) hat auffällige Androkonien-Flecken auf den Hinterflügeln.
Pheromone und Systematik
Das Pheromonprofil einer Art ist einzigartig — zwei nah verwandte, optisch nicht unterscheidbare Schmetterlinge können völlig unterschiedliche Pheromone haben und sich nicht kreuzen. Das ermöglicht es „kryptischen Arten", in einem Gebiet ohne Hybridisierung nebeneinander zu existieren.
Mehr zur Partnersuche — im Artikel Lebenszyklus.



