Kleiner Kohlweißling
Der Kleine Kohlweißling ist ein kleiner weißer Schmetterling, ähnlich dem Großen Kohlweißling, dessen Raupen Kohl fressen — der häufigste Gartenschädling unter den Weißlingen.

Wichtigste Fakten
- Lateinischer Name
- Pieris rapae
- Familie
- Pieridae
- Flügelspannweite
- 38-52 mm
- Flugzeit
- März — Oktober
- Futterpflanzen
- Kohl, Rettich, Senf, Raps, Kapuzinerkresse
- Schutzstatus
- LCNicht gefährdet (Least Concern)
Aussehen
Der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) ist ein kleiner weißer Schmetterling mit einer Flügelspannweite von 38–52 mm. Die Flügeloberseite ist weiß mit einem kleinen dunklen Fleck an der Vorderflügelspitze. Das Weibchen hat ein bis zwei kleine graue Flecken in der Mitte des Vorderflügels. Das Männchen hat einen Fleck oder keinen.
Die Hinterflügelunterseite ist gelblich-grün. In der ersten Generation ist die Farbe blasser; in späteren Bruten ist sie kontrastreicher.
Verbreitungsgebiet und Lebensraum
Der Kleine Kohlweißling ist in Eurasien und Nordafrika verbreitet und wurde nach Nordamerika und Australien eingeschleppt. Er kommt in fast allen Lebensräumen mit Kreuzblütlern vor.
Er hat Agrarökosysteme erfolgreich besiedelt: Kohlfelder, Gärten und Rapskulturen. Er ist eine der wenigen Arten, die von der industriellen Landwirtschaft profitiert — die Flächen mit Wirtspflanzen sind riesig.
Lebenszyklus
Drei bis vier Generationen pro Jahr. Er überwintert als Puppe. Die ersten Falter erscheinen bei warmem Wetter im März.
Die Eier werden einzeln auf der Unterseite von Kreuzblütlerblättern abgelegt. Die Raupe ist grün mit gelben Seitenstreifen und gut getarnt. Die Puppe ist eckig, grün oder bräunlich.
Weltweiter Schädling
Der Kleine Kohlweißling ist einer der wichtigsten Kohlschädlinge weltweit. Die Schäden auf Rapsfeldern werden auf jährlich Hunderte Millionen Rubel geschätzt. Gegen ihn werden biologische Pestizide auf Basis von Bacillus thuringiensis eingesetzt.


