Kaisermantel
Der Kaisermantel ist ein großer Waldschmetterling mit orangen Flügeln. Die Hinterflügelunterseite schimmert mit silbrigen, perlmuttartigen Flecken.

Wichtigste Fakten
- Lateinischer Name
- Argynnis paphia
- Familie
- Nymphalidae
- Flügelspannweite
- 56-76 mm
- Flugzeit
- Juni — September
- Futterpflanzen
- Wildes Stiefmütterchen, Sumpf-Veilchen, Hunds-Veilchen
- Schutzstatus
- LCNicht gefährdet (Least Concern)
Aussehen
Der Kaisermantel (Argynnis paphia) ist einer der größten Perlmuttfalter Europas mit einer Flügelspannweite von 56–76 mm. Die Flügeloberseite ist leuchtend orange mit schwarzem Sprenkelmuster. Männchen zeigen vier dicke schwarze Ader-„Duftstreifen" auf den Vorderflügeln — Androkonienfelder, die Pheromone zur Anlockung von Weibchen abgeben.
Die Vorderflügelunterseite ist orange mit grünlichem Schimmer. Die Hinterflügel sind unten blassgrün mit großen silbrig-weißen Flecken mit metallischem Glanz. Dieser perlmuttartige Schimmer gab der gesamten Gruppe ihren Namen.
Verbreitungsgebiet und Lebensraum
Er lebt in Laub- und Mischwäldern Europas und Asiens (bis Japan). In Russland — von der Westgrenze bis zum Fernen Osten.
Er bevorzugt lichte Waldlichtungen und -ränder mit blühenden Nektarpflanzen (Klette, Schmetterlingsflieder, Weidenröschen). Besonders gerne besucht er Schmetterlingsflieder und Weidenröschen.
Lebenszyklus
Eine Generation pro Jahr. Flugzeit von Juni bis September. Er überwintert als Ei oder frisch geschlüpfte Raupe im ersten Larvenstadium.
Das Weibchen legt Eier in Rindenspalten von Eiche, Kiefer oder anderen Bäumen nahe Veilchenbeständen ab. Die Raupe überwintert im Versteck, erscheint im Frühjahr und frisst Veilchen. Die Puppe hängt, bräunlich mit goldenen Höckern.
Geschlechtsdimorphismus
Das Männchen des Kaisermantels ist leicht an vier schwarzen „Duftstreifen" entlang der Adern der Vorderflügel zu erkennen. Weibchen haben diese Streifen nicht. Das Weibchen ist etwas matter gefärbt als das Männchen.


