Endemit
Ein Endemit ist eine Art, die nur in einer bestimmten geografischen Region und nirgendwo sonst vorkommt. Inseln und Berge sind die wichtigsten Zentren des Schmetterlings-Endemismus.

Definition
Endemit (vom griechischen endemos — einheimisch) ist eine Art oder ein höheres Taxon, dessen Verbreitungsgebiet auf ein bestimmtes Territorium beschränkt ist — eine Insel, ein Gebirgssystem, ein Flussbecken oder ein Land. Außerhalb dieses Territoriums kommt die Art in der Natur nicht vor.
Warum Endemiten entstehen
Endemismus entsteht durch Isolation: Wenn eine Population vom Rest des Verbreitungsgebiets abgeschnitten wird — durch Meer, einen Gebirgskamm, Wüste oder einfach Entfernung — und sich eigenständig weiterentwickelt. Nach Tausenden von Generationen hat sich die isolierte Gruppe so stark verändert, dass sie sich nicht mehr mit der ursprünglichen Art kreuzt.
Wichtigste Zentren des Schmetterlings-Endemismus:
- Inseln: Madagaskar, Borneo, Neuguinea, Hawaii
- Gebirgssysteme: Anden, Himalaya, Kaukasus, äthiopisches Hochland
- Isolierte Biome: Kap-Florenreich Südafrikas
Endemismus und Artenschutz
Endemiten sind besonders gefährdet: Sie können durch die Zerstörung ihres einzigen Lebensraums ausgelöscht werden. Die meisten endemischen Schmetterlingsarten sind in nationalen oder internationalen Roten Listen verzeichnet.
Das Gegenteil eines Endemiten ist ein Kosmopolit: eine Art mit weitem Verbreitungsgebiet, die auf mehreren Kontinenten vorkommt. Ein Beispiel unter Schmetterlingen ist der Distelfalter (Vanessa cardui).
Siehe auch: Verbreitungsgebiet, seltene Schmetterlinge.


